Golfball Dimples

Wieviele Dimples hat ein Golfball?

zur Antwort!

ca. 300 - 400 Dimples

...wobei Nike gerade einen Ball mit X Dimples auf den Markt gebracht hat

 

Dimples – wieso, weshalb, warum?

Genau das ist die Frage! Warum hat haben Golfbälle immer so komische Dellen auf der Schale?
Golfprofis schlagen ihren Drive vom Tee bis zu 300 Meter weit. Um so weit zu schlagen, muss der Golfball die Schlagfläche des Drivers mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h verlassen. Da dir wahrscheinlich auch noch aus Physik bekannt ist, dass der Luftwiderstand proportional zur Geschwindigkeit ansteigt, spielt er ab dem Zeitpunkt in dem der Ball die Schlägerfläche verlässt eine entscheidende Rolle. Denn der Luftwiderstand ist (neben zahlreichen Bunkern, Wasserhindernissen und dem Rough) der größte Feind unseres Balles. Der Luftwiderstand bremst den Golfball ab und je schneller der Ball fliegt, desto mehr wird er abgebremst.

Die Oberfläche

Schon in den Anfangsjahren des Golfspiels stellten die Spieler fest: Abgenutzte Bälle, bei denen die Oberfläche durch unsaber getroffene Bälle zerbeult und aufgekratzt war, fliegen deutlich weiter als Bälle mit einer glatten Oberfläche.
Nachdem man anfangs versuchte sich mit kreisförmigen Ritzungen zu behelfen, wurden Dimples zunächst nach dem try-and-error Verfahren weiterentwickelt. Erst seitdem die Rechenleistung von Computern massiv zugenommen hat, werd neben den Tests der Hersteller wissenschaftliche Modelierungen vorgenommen um die Anordung der Dimples zu erforschen und nach und nach weiter zu optimieren.
Wahrscheinlich hast du sogar selbst auch schon die Erfahrung mit gebrauchten Golfbällen gemacht – nur andersherum als die Pioniere des Golfspiels. Du hast wahrscheinlich einen abgenutzten Ball von der Drivingrange, bei dem die Oberfläche glatt und die Dimples fast nicht mehr zu sehen sind geschlagen und gemerkt, welch entscheidenden Einfluss die Dimples auf die Flugbahn des Golfballes haben. Ein Golfball ohne Dimples fliegt deutlich kürzer!

Wer ist der Größte Feind des Golfballs?

zur Antwort!

...der Luftwiderstand

Lese weiter unten warum und wie die Hersteller versuchen ihn möglichst klein zu halten.

Ein fliegender Golfball (mit oder ohne Dimples) muss Luft verdrängen um voran zu kommen. Bei einem Golfball ohne Dimples wird die Luft auseinandergedrängt und die Luft strömt um den Golfball herum. Etwa an der breitesten Stelle des Golfballs reißt die Strömung ab. Auf diese Weise entstehen Verwirbelungen hinter dem Golfball. Diese Verwirbelungen sorgen dafür, dass der Golfball durch einen Unterdruck quasi „zurückgezogen“ wird. Je größer die Verwirbelungen hinter dem Golfball, desto schneller verlangsamt er.

Wie die Dimples den Ball weiter fliegen lassen

Jetzt kommen unsere Dimples ins Spiel! Die Dimples führen dazu, dass sich zwischen den einzelnen Dellen auf der Oberfläche des Golfballs viele kleine Turbulenzen entstehen. Diese wiederum sorgen dafür, dass die Luft enger am Ball vorbeiströmen kann und die umströmende Luft weniger Weg zurücklegen muss. Aus diesem Grund sind die Verwirbelungen und die damit entstehende Unterdruckzone hinter dem Ball mit Dimples deutlich kleiner und der Ball wird nicht so stark „zurückgezogen“. – der Golfball fliegt also länger. Die Dellen verringern den Luftwiederstand so dass ein Golfball bis zu vier mal weiter als ein Grolfball mit glatter Oberfläche fliegen kann.

Backspin

Die Dimples haben aber noch einen weiteren Effekt. Aufgrund der Dimples dreht sich ein Golfball mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute – aber warum? Die Neigung des Schlägerblattes und die Einkerbungen auf der Schlagfläche sorgen dafür, dass der Ball im Treffmoment die Schlagfläche entlangwandert und sich zu drehen beginnt. Somit verlässt der Ball die Schlagfläche mit einem Rückwärtsdrall, dem berühmt berüchtigten Backspin. Wobei unser einer hier eher das zurücklaufen des Balles nach der Landung auf dem Grün meint – die hohe Kunst des Golfspiels. Durch den Backspin wird die Luftschicht überhalb des Balles nach unten gerissen wodurch ein Unterdruck über dem Ball entsteht, der den Ball diesmal nicht nach hinten, sondern sprichwörtlich nach oben saugt. Der Golfball gewinnt an Höhe und steigt.
Die Oberflächenbeschaffenheit ist neben dem Kern die einzige Variable, die verändert werden darf, da Gewicht und Durchmesser normiert sind. In der Regel haben Golfbälle zwischen 300 und 450 Dimples, wobei die Marke Nike mit ihrem neuen Ball hier gerade jegliche Dimensionen sprengt. Die verschiedenen Hersteller der Golfbälle der Marken Titleist, Callaway, Wilson, TaylorMade, Spalding, Pinnacle und Bridgestone (um hier nur einige zu nennen) versuchen durch unterschiedliche Anordnung der Dimples die Flugbahn, bzw. den Spin des Balles je nach Zielgruppe zu optimieren. Aufgrund der Regel, dass der Ball Kugelsymmetrisch sein muss, sind den Herstellern aber auch hier (neben der Gesamtweitenregulation) Grenzen gesetzt.

Ball ohne Dimples

NO

  • Fliegt kurz
  • Hat keinen Spin
  • macht keinen Spaß
…lass ihn liegen!

Golfball & Golfregeln

Darf ich mit jedem Golfball spielen?

Welcher Golfball im Wettspiel, bzw. im Golfturnier verwendet werden darf, wird zunächst im Verzeichnis zugelassener Golfbälle der R&A Rules Limited definiert. Das bedeutet aber nicht, dass du ausschließlich Bälle spielen darfst, die in diesem Verzeichnis, der “List of Conforming Golfballs” stehen.

NEIN

Feste Regeln…

Der deutsche Golfverband hat im Regelbuch festgelegt, dass in Turnieren auf Clubebene oder im Privatspiel hiervon abgewichen werden darf. Im allgemeinen wird zu dieser Entscheidung geraten, jedoch obliegt die letzte Entscheidung der Wettspielleitung des jeweiligen Golfclubs. Am besten erkundigst du dich bei der Anmeldung zum Golfturnier oder am Aushang im Clubhaus.
Setzt die Spielleitung die “List of Confirming Golfballs” außer Kraft, so wird nach der einfachen Spezifikation im Regelbuch (Anhang III) gespielt.
Dann ist es bei clubinternen Turnieren und privaten Runden erlaubt mit Bällen zu spielen, die aufgrund von Farbfehlern oder Überproduktionsmengen mit X-Out,X-Out?, Refurbished? oder Practice? gekennzeichneten sind.
Es gibt aber ein paar feste Regeln bezüglich des Golfballs, die im Golfsport unumstößlich sind.

Eine Liste aller zugelassenen Golfbälle

findest du unter folgendem Link

…variable Regeln

Zu den fixen Regeln gehört, dass der Golfball im Wesentlichen nicht von der herkömmlichen und üblichen Form und Machart abweichen darf. Der Golfball darf ein Gewicht von 45,93 g nicht überschreiten und muss einen Mindestdurchmesser von 42,67 mm haben. Die Form des Balls muss kugelsymmetrisch sein und darf die im “Initial Velocity Standard” (R&A Rules Limited) festgelegte Anfangsgeschwindigkeit nicht übersteigen.
Gewicht:
0,93
Gramm
Mindestdurchmesser:
0,67
MM
Interessanterweise wird von der R&A Rules Limited ein Gesamtlängenstandard festgelegt. Dieser definiert wie weit ein Golfball fliegen darf, wenn er mit einer von der R&A Rules Limited abgenommenen Maschine geschlagen wird. Die Hersteller können also in erster Linie das Verhältnis von Carry und Roll, sprich Flugbahn und Ausrollen des Golfballes eintscheidend verändern, nicht aber die Gesamtlänge!